Ausstellung - 22.04.2010 16:08 - Dirk Streitenfeld

Chloé Poizat und Gianpaolo Pagni

Eröffnung:

Freitag, 18. Juni, 19.30 Uhr Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem deutsch-französischen Kulturverein "OuverTüre e.V., Frankfurt/M.

Öffnungszeiten:

Ausstellungsdauer: 19. Juni - 10. Juli 2010
Mo. - Fr., 11 - 13 Uhr,
Mi. + Fr., 17 - 20 Uhr,
Sa., 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

Chloé Poizat und Gianpaolo Pagni

In unserer aktuellen Ausstellung präsentieren wir erneut zwei Künstler:
Chloé Poizat (Französin) und Gianpaolo Pagni (Italiener). Das Paar lebt und arbeitet zusammen in Paris. Beide sind Grafik-Designer und Illustratoren, mit einem starken Zug hin zur freien Kunst. In ihren Arbeiten meine ich so etwas wie eine spezifisch nationale Gestaltungsvorliebe erkennen zu können.

In Chloé Poizats Kunst gibt es einen deutlichen Bezug zu satirischer Kunst. In Frankreich ab der Zeit der Juli-Revolution kursierten lithografisch vervielfältigte Handzettel, gegen die Obrigkeit gerichtet. Sie polemisierten mit den Mitteln der Satire. Honoré Daumier, Alexandre-Gabriel Decamps oder Grandville (Jean Ignace Isidore Gérard) waren die herausragenden französischen Zeichner dieser Zeit. Auch der Künstler Roland Topor (1938-1997) bediente sich der Stilmittel des drastischen Humors, auch der Öbszönität. Doch weniger diese Seite des Grotesken nimmt Chloé Poizat in ihren Zeichnungen auf. Es ist eher eine poetisch stille Adaption der Toporschen Bildsprache. Der Redner Prof. Dieter Lincke wird sicher noch darauf zu sprechen kommen.

Bei den Bildern von Gianpaolo Pagni assoziiere ich Motive der „comedia del arte“. Eine bild- und farbmächtige Personenbeschreibung in unterschiedlichen Variationen. Sie lassen mich z.B. auch an den „bajazzo“ denken, eine chrakteristisch geschminkte und gekleidete Clownsgestalt. Gianpaolo Pagni überträgt seine Figuren in die heutige Zeit. Sie agieren als moderne Stadtmenschen (meistens Männer) mit Hut und Krawatte. Keine rasante Handlung. Es scheint sich um das Bild des Flaneurs zu handeln, den dahinschlenderden Spaziergänger, der den Moment genießt.

Ausstellung - 22.04.2010 16:08 - Dirk Streitenfeld

Volker Pfüller und Thomas Müller

Eröffnung:

Freitag, 30. April, 19.30 Uhr Die Künstler Volker Pfüller und Thomas Müller werden anwesend sein. Sie zeigen Illustrationen, Bilder und Linolschnitte. Es wird eine Einführung geben.

Öffnungszeiten:

Ausstellungsdauer: 1. - 22. Mai 2010
Mo. - Fr., 11 - 13 Uhr,
Mi. + Fr., 17 - 20 Uhr,
Sa., 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

Pfüller und Müller

Als Volker Pfüller mich am Telefon nach dem Ausstellungstitel fragte, stand schnell fest, so müsse er heißen. Und im Untertitel gleich noch Bilder und Schilder. Das ging nun inhaltlich leider nicht! Aber schon hier wird deutlich, Volker Pfüller liebt Gereimtes und hätte wohl nichts dagegen, wenn alles in Reimen verfasst wäre. Diese Reimeslust kann man in seinen Büchern entdecken und kommt genauso unbeschwert und unkonventionell daher, wie man es von seinen Skizzen und Zeichnungen gewohnt ist. Gerade die „Luboks“, Sammlungen schwarz-weißer oder auch vielfarbiger Linoldrucke in Buchform, beschreiben Volker Pfüllers Kosmos. In unserer Ausstellung wird es also viele Nachweise seiner ausufernden Bild- und Textlust geben.

Thomas Müller ist mir als Reimer so noch nicht aufgefallen und ich tue ihm hoffentlich nicht unrecht. Aber in seinen Illustrationen pflegt er einen Gestaltungsansatz, der die Geistesverwandtschaft beider Künstler belegt. Thomas Müller liebt ebenfalls den szenischen Bildaufbau, allerdings eher handlungsbezogen als die vornehmlich bewegungsarmen Szenen Volker Pfüllers. Sie sind in schwarzen kräftigen Linien gezeichnet und mit vollflächigen Farben unterlegt. Der gestalterische Einfluss von Volker Pfüller auf Thomas Müller speist sich aus dessen Wirken als Hochschullehrer an der Kunsthochschule Weißensee Berlin und später der Hochschule für Illustration und Buchkunst Leipzig.

Volker Pfüllers Gestaltungsansätze sind in den Arbeiten von Thomas Müller allgegenwärtig, wenngleich er einen deutlich runderen, lieblicheren Stil pflegt. Vor allem die in der Reihe der Tollen Hefte abgedruckten Bukowski-Illustrationen von Thomas Müller haben richtig „Power“, wie man heute wohl sagt.

Thomas Müller hat vor wenigen Jahren die Nachfolge der Professur von Volker Pfüller an der Hochschule in Leipzig angetreten.

Machen Sie sich selbst ein Bild von beiden in unserer Ausstellung, von Volker Pfüller, dem zeichnenden Maler und Thomas Müller, dem grafischen Zeichner.

Ausstellung - 23.11.2009 00:30 - Dirk Streitenfeld

Comic-Kunst

Eröffnung:

Freitag, 27. November, 19.30 Uhr Mit einer Einführung, in Kooperation mit "OuverTüre e.V." (deutsch-französischer Verein zur Förderung des Sprach- und Kulturaustausches, Frankfurt/Main). Anwesenheit verschiedener teilnehmender Künstlerin ist angefragt

Öffnungszeiten:

Ausstellungsdauer: 28. November - 17. Dezember 2009
Mo. - Fr., 11 - 13 Uhr,
Mi. + Fr., 17 - 20 Uhr,
Sa., 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

Comic-Kunst

In unserer Weihnachtsausstellung präsentieren wir einen Ausschnitt der Ausstellung, die wir im Sommer 2009  in Berlin eingerichtet hatten. In Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft Berlin und dem Institut Français Berlin entstand eine umfangreiche Comic-Kunst-Ausstellung, die sehr viel Beachtung fand. Wir zeigen Arbeiten von jeweils vier aus Frankreich und vier aus Deutschland stammenden Künstlern. Sie haben außer der Tatsache, dass sie in etwa einer Generation entstammen, eine erkennbare Vorliebe dafür, den Comic wortarm zu erzählen. Das Niveau ihrer Bilderfindung ist außerordentlich hoch. Anleihen und Bildzitate aus dem Bereich etablierter Kunst - vor allem der Pop-Art - weisen auf Kunstnähe und zugleich Ferne zum üblichen populären Comic hin.

Stilistische Anleihen untereinander sind kaum herauszudeuten, denn alle Künstler haben inzwischen ihren eigenen Ausdruck gefunden. Die gezeigten Arbeiten stammen fast durchweg von Künstlern, die unserem Galeriepublikum durch Einzelausstellungen bereits vorgestellt wurden: Anke Feuchtenberger, Blexbolex, Henning Wagenbreth, ATAK, Frédérique Bertrand, Michel Galvin, Stefano Ricci - und erstmals dabei: Pierre La Police aus Paris.

Auf der Suche nach Partnern hier im Umfeld unserer Galerie sind wir auf den Verein "OuverTüre" aus Frankfurt gestoßen. Der Verein wurde gegründet als Reaktion auf die kaum nachzuvollziehende Schließung des Institut Français Frankfurt. Die Pflege des deutsch-französischen Kulturlebens liegt den Vereinsmitgliedern sehr am Herzen.

So waren sie auch spontan bereit, einen Vernissage-Beitrag zweier Illustratoren zu sponsern. Es handelt sich um Christina Nitschke (Absolventin / HfG Offenbach) und Roman Köller (Student  / HfG Offenbach). Sie werden eine Comic-Aktion vorbereiten. So können wir uns auf einen anspruchsvollen und zugleich unterhaltsamen Abend freuen.

Ausstellung - 29.09.2009 23:19 - Dirk Streitenfeld

Drushba Pankow

Eröffnung:

Freitag, 2. Oktober, 19.30 Uhr mit einer Einführung von Constanze Gölz, Lektorin, Edel Verlag Mainz (angefragt)

Öffnungszeiten:

Ausstellungsdauer: 3. - 24. Oktober 2009
Mo. - Fr., 11 - 13 Uhr,
Mi. + Fr., 17 - 20 Uhr,
Sa., 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

The Soul of Motown, Zeichnungen und Buch-Illustrationen

Die beiden Künstler aus dem Grafik-Team "Drushba Pankow", Alexandra Kardinar und Volker Schlecht, sind zahlreichen Zeitungslesern durch ihr Arbeiten für die Wochenzeitung "Die Zeit" vertraut. Wie fast immer in solchen Fällen, erkennt man den Zeichnungsstil, verbindet aber keine Personen damit. Deshalb richten wir eine Personalausstellung mit diesen Künstlern ein.

Bleistift-Zeichnungen und digital weiterbearbeitet Zeichnungen werden zu sehen sein. Am gegenstands-bezogenen Stil, der an Klaus Ensikat erinnert, erkennt man die sorgfältige Zeichnungsschule, die beide Künstler in der DDR durchlaufen haben.

Uns als Galeristen interessiert dabei u.a. die Frage, in wieweit sich der künstlerisch-professionelle Arbeitsauftritt von dem privat-künstlerischen Auftritt unterscheidet. Gelegenheit, ein solchen Vergleich anzustellen, haben Sie als Besucher unserer Galerie. Besonders die Präsentation des Buches "The Soul of Motown" im Zusammenhang mit der fast zeitgleich stattfindenden Frankfurter Buchmesse ist hervorzuheben.