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Michel Galvin

Deutsch

In Deutschland viel zu wenig bekannt, ist Michel Galvin ein Künstler, der mit seinem malerischen Stil der modernen Kunst und dem Comic gleichermaßen die Ehre erweist. Die räumlichen und spitzwinkeligen Perspektiven eines Giorgio de Chirico, die körperlichen Deformationen eines Francis Bacon und die Zeichenwelt der Pop Art treffen in seinen Gemälden auf eine comichafte Ästhetik und buntfleckige Farbigkeit. Es entstehen rätselhafte Situationen und Schilderungen, deren eigentlicher Anlass im Verborgenen liegt. Trotz ihrer Gesichtslosigkeit strahlen Galvins Figuren oft eine ikonische Bedeutung aus, die über die eigentliche Darstellung hinausweist. Ob Bilder in Schwarz-Weiß oder im hellen Acryl, die gezeigten Körper besitzen eine organische Substanz, die erst im Ineinanderfließen der Farben und Formen ihre momentane Gestalt erfährt. Diese Betonung der Transformation und des Nicht Endgültigen kann als eine Weiterentwicklung surrealistischer Prinzipien gewertet werden. Michel Galvins Malereien pendeln zwischen dem Konkreten und Abstrakten, um den Nebel der menschlichen Einbildungskraft mit dem Licht einer Laterna Magica ins Bild zu setzen. Hier trifft das Magische auf einen filmischen Mechanismus, der im Gemälde einer auf den Boden liegenden, rauchenden Frau besonders gut sichtbar wird.

English

An artist known far too little in Germany, Michel Galvin employs a style of painting that defers both to modern art and the comic genre. In his paintings Giorgio de Chirico's angular spatial perspectives, Francis Bacon's physical deformations and the semiotics of Pop Art come together in splashes of bright colour and an aesthetic akin to comic art. Galvin creates puzzling situations and depictions whose true origins remain obscure. Though faceless, Galvin's figures often radiate an iconic significance that points beyond  mere representation. Their bodies, whether painted in black and white or in bright acrylic colours possess an organic substantiality which is shaped at the moment when colours and shapes merge. This emphasis on transformation and inconclusiveness can be seen as a development of surrealist principles. Michel Galvin's painting oscillates between the concrete and the abstract in order to project the vapours of the human imagination into images through the light of a magic lantern. This is where magic and a cinematic mechanism meet, as is clearly visible in Galvin's painting of a smoking woman lying on the floor.